Reiseblog


Ich habe vor, auf Reisen weiterhin zu bloggen. Wäre ja irgendwie schade, wenn man seine Eindrücke nicht teilen kann. Und bloggen ist wie Reisetagebuch führen - aber man gibt sich vielleicht etwas mehr Mühe bei der Ausdrucksweise, um die Eindrücke auch möglichst so rüberzubringen, wie man sie selber erlebt hat, und so andere daran teilhaben zu lassen. Im Gegensatz zu Veröffentlichungen bei Facebook behalte ich beim Bloggen auch die Rechte an meinen eigenen Texten und Fotos. Glaube ich zumindest.

Nun ergeben sich dabei aber zwei Fragen.
  1. Fortführung des alten Blogs unter neuem Namen vs. neuer Blog.
“Maike in Amerika” funktioniert ja dann nicht mehr so gut. Der Amerika-Part der Reise ist auch noch zu 98% ungeplant. Ein neuer Blogname muss also her. Die Internetadresse maikeinderneuenwelt… würde ich aber der Einfachheit halber beibehalten. Das hätte den Vorteil, dass ich meine alten Leser problemlos behalten würde und sich niemand um meine neue Blogadresse Gedanken machen müsste.
Oder aber ich beende diesen Blog, speicher alles ab und nehme ihn vom Netz, da den alten Amerikakram ja eh niemand mehr lesen will, wenn ich erstmal auf Reisen gehe und über neue, aufregende Erlebnisse berichte.
  1. Sprache
Verbunden mit der Frage, ob ich den alten Blog fortführen oder einen neuen Blog starten sollte, ist die Frage der Sprache, in der ich blogge. Dabei geht es natürlich um die Leser, aber vor allem auch um meinen Schreibstil.
Ich stelle fest, dass es mir zunehmend leichter fällt, mich auf Englisch auszudrücken, und dass ich im Deutschen manche Dinge gar nicht formulieren kann, weil die Wörter, die etwas am besten beschreiben, im Deutschen gar nicht existieren. Ich denke, es würde mir mehr Spaß machen, auf Englisch zu bloggen. Es wäre auch einfacher, da ich vermutlich vieles auf Englisch erleben werde. Ich ertappe mich ab und zu dabei, in Gedanken eine lustige Situation, die ich gerade erlebt habe, für meinen Blog zu formulieren - auf Englisch.
Dann gibt es natürlich auch zwei oder drei Menschen, die ich in Princeton zurücklassen muss, die nicht der deutschen Sprache mächtig sind, aber möglicherweise daran interessiert sind, wie es mit mir so weitergeht. Möglicherweise treffe ich auch weitere Leute und mache meinen Blog öffentlicher.
Auf der anderen Seite möchte ich aber niemanden meiner LeserInnen verlieren, die weniger flüssig im Englischen sind.
Letztendlich ist die Hauptfrage wohl, wer meinen Blog tatsächlich lesen wird und wie privat ich ihn halten möchte. Bisher sind nur Freunde und Familie unter den Lesern. Würde ich den Blog öffentlicher gestalten, auf Facebook verlinken, und Reisebekanntschaften zu meiner kleinen Leserschaft hinzufügen, würde ich einen neuen Blog starten, auf Englisch schreiben und etwas mehr auf Privatsphäre achten müssen. Ich tendiere aber eher dazu, den Grad an Privatheit beizubehalten, und weiterhin nur für mich, Freunde und Familie zu schreiben. Aber vermutlich auf Englisch.

Was meint ihr?

Comments

Es wäre natürlich etwas anstrengender für uns,alles zu übersetzen, aber andererseits auch eine kleine Herausforderung. Und wenn wir gar nicht klar kommen, bitten wir eben um Übersetzung!Also schreib ruhig auf Englisch.. - Mutti

Ich bin fein mit Englisch und als Ausweg, koenntest du ja den anderen, die nicht so fluessig sind im Englischen einfach seitenlange Briefe schreiben.:-) Ich bin gespannt. - Kat

Hey Kat, du zählst nicht (Ich bin fein mit Englisch ist sooo denglish! :) ) und ich auch nicht! Aber wie in jeder Sprache kann man etwas wahnsinnig kompliziert schreiben oder leicht für alle verständlich. Das liegt allein inder Hand des Autors, also dir. Wenn du eventuell ein bißchen Umgangssprachliches weglässt, also z.B. anstelle von "got f**in’ wasted last nite" lieber “Last night I drank too much”, wird’s bestimmt jeder verstehen.In diesem Sinne: I am looking forward to your travel blog! :) - der Erich*

I did get fricking wasted last night - how did you know?? ;) - Maike

Die Sprache: egal! Hauptsache du schreibst weiter so schön…Ich versteh übrigens auch Spanisch ;-) - Inga