Halloween 2
Ach Mensch, da schneit es mal wieder ein bisschen, und schon ist die Rede von Schneesturm, Schneechaos, Millionen von Stromausfällen Betroffenen und sturmbedingten Todesopfern, die aber eigentlich beim Anblick eines durch das Schneegewicht herabgefallenen Astes einem Herzinfarkt erlegen sind.
Wir hatten es jedenfalls schön warm und gemütlich zu Hause. “Wir” waren eine zusammengewürfelte Gruppe aus Mitwohnis und teilweise stromlosen Freunden. Es gab lecker Glühwein, und nur zögerlich machten wir uns auf zur stromlosen Party. Wir hatten glücklicherweise einen (Hin-)Fahrer. Glücklicherweise deswegen, da nicht alle mit Gummistiefeln ausgestattet waren. Ich brachte meine batteriebetriebene iPod/iPhone-Musikbox mit, sowie eine extra Mütze und extra Schuhe. Auf dem Weg dorthin stoppten wir nochmal am Ivy Inn, wo ich mir noch Requisiten für mein Kostüm abholen wollte, Bierdeckel. Ich bin diesmal nämlich nicht als Poison Ivy gegangen, sondern als Ivy Inn. Die Idee war, einerseits wie eine der typischen Kundinnen auszusehen (Mitte 40, einsam, auf der Suche nach einem Bettgefährten, zu blond, zu gebräunt, zu viel Make-Up, zeigt zviel Haut), und andererseits auch das Besondere am Ivy wiederzugeben. Und da ich meinen Mitmenschen nicht genügend botanische Kenntnisse zutraute, hängte ich mir neben der Efeu(=Ivy)-Stola auch noch ein Schild “Ivy Inn” um.
Aber das war eh alles wurscht, war ja dunkel bei der Party. Nett war es trotzdem, und eine Zeitlang auch warm genug, sie hatten einen offenen Kamin, Snacks und kalte Getränke. Als es aber zu kalt wurde, nahmen wir uns ein Taxi nach Haus ins Warme.
Hier versuche ich zu Hause auf unserer Couch meinem Kostüm entsprechend besonders “needy” auszusehen. Ich sehe aber ein, dass es mir nicht besonders gut gelingt.
