House warming party
Nachdem wir am Mittwoch schon mal fröhlich angefeiert hatten, sollte es am Freitag richtig zur Sache gehen. Einweihungsparty plus Geburtstagsfeier für Sally. Sally und ich waren beide ein wenig aus der Übung, was Partyplanung angeht, von daher sind wir das Ganze recht entspannt auf die amerikanische Weise angegangen: man lädt zu 8 Uhr ein und fängt um die Zeit auch so langsam an, die Party vorzubereiten. Wir hatten uns auch Gedanken über Dekoration gemacht, und beschlossen, die Wohnung für sich selbst sprechen zu lassen und ein paar Luftballons hinzuzufügen. Allerdings war ich die Einzige mit genug Lungenvolumen (Ansatz, Stütze…?), um diese kleinen, fiesen Luftballons aufzupusten.
Die Gäste waren auch höflich angetan. Hier im Bild meine beiden europäischen Postdoc-Kollegen mit der Freundin des einen.
Viel Deko war aber auch gar nicht notwendig, denn unsere Wohnung ist wirklich total toll. Wir haben einen Feuerausgang mit Feuerleiter und so, die man erreicht, indem man durchs Küchenfenster klettert. Sollte man eigentlich nicht, aber es ist so schön. Und ja, das ist wie bei “Friends” und sieht dann so aus:
Unsere Wohnung ist ein langer Schlauch mit einem schmalen Flur zwischen Wohnzimmern und Küche, von dem die beiden Schlafzimmer und das Bad abgehen. Es ist ziemlich weit vom Wohnzimmer zur Küche. Die Party verlagerte sich periodisch von Küche zu Wohnzimmer und zurück. Teilweise gab es sogar zwei Parties. Die Geburtstagskuchen-Prozession von Küche zu Wohnzimmer ging leider etwas schief. Wir trugen den bekerzten Kuchen von Küche Richtung Wohnzimmer, begannen zu singen und erwarteten eigentlich Sally auf dem Wohnzimmersofa sitzend. Sie kam aber gerade hinter uns aus dem Badezimmer und lachte sich kaputt, als das Geburtstagslied erstarb.
Und im Folgenden sieht man ein bisschen von unserer Küche. Jens’ ehemalige Roomies, Nick und Michael:
Mein Mitwohni Sally und ihr Boyfriend:
Mehr Küche. Wiebki, erkennst du die Laterne? In diesem Bild sind übrigens ein paar Amis, ein Schotte, eine Deutsche, ein Kanadier, ein Schwede und ein paar Unidentifizierte.
Wir sind mit einem Kühlschrank ins Rennen gegangen, der mit Bier und ein bisschen Wein (und nichts anderem) gefüllt war. Ich verstehe gar nicht, warum die Gäste sich darüber lustig gemacht und ihn sogar frech als deutschen Kühlschrank bezeichneten. Zum Schluss sind wir jedenfalls durch Mitbringsel der Gäste mit einem netten, bunten Kontingent an Bier und Wein aus der Sache herausgekommen, und können noch ein bis zwei Nach-Parties feiern.
Zoom-in auf unseren tollen Küchentisch mit Apfeltischdecke:
In dieser Küche fand auch die Tanzeinlage statt, mit mir und einem Gast, den ein Freund mitgebracht hatte, und den ich zufällig vom Swing Dance kannte. Der Tanz endete mit einem missglückten Dip und mir auf dem Fußboden. Und ich musste gerade tatsächlich nachschlagen, mit wievielen S man “missglückt” schreibt. Schreibt man “wievielen” eigentlich zusammen?
Und, tadaa, hier sind die Gastgeber. Sally, nach einem Nickerchen so gegen 4.30 Uhr morgens denke ich:
Und das bin ich - schon fast wieder nüchtern - ernüchtert, als ich mich mit meiner halben Hand im Mund eines Schweden wiederfand, nachdem ich die Reste des Geburtstagskuchens in den Kühlschrank verfrachtet und eine nicht unbedeutende Menge Icing (sowas wie Schokoüberzug, aber viel cremiger und süßer) an den Fingern kleben hatte. Ich finde, ich sehe ein bisschen so aus, als hätte ich das Icing selber gerne abgeschlabbert:
Um 5 Uhr sind wir dann die letzten Gäste losgeworden, und um 8 Uhr bin ich schon wieder ausgestanden, um nach Baltimore zu fahren. Der Küchenfußboden sah übrigens schlimm aus und Bad und Hausflur stanken nach Bier. Eine gute Party.
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