Mal wieder ein Trinkspiel
Der Titel dieses Beitrags ist irreführend, denn bei dem Spiel “Cornhole” geht es nicht ums Trinken, aber man trinkt normalerweise, wenn man es spielt. Zumindest in meiner Lieblingskneipe, dem Ivy Inn, die ich mit meinem Roomie Sally gelegentlich unsicher mache. Wobei “gelegentlich” in letzter Zeit 1-3 mal die Woche bedeutet. Nach über einem Jahr in Princeton habe ich jetzt erst herausgefunden, dass sie einen Hinterhof haben, so dass man hier tatsächlich auch “draußen” trinken darf. Oder Cornhole spielen. “Corn” bedeutet ja bekanntlich Mais, und mit getrocknetem Mais sind die kleinen Säckchen gefüllt, die man quer über den Innenhof auf ein etwas erhobenen Brett mit einem Loch in der Mitte wirft, mit dem Ziel, dass die Säckchen ins Loch fallen oder aber zumindest auf dem Brett zu liegen kommen. Ist ein wenig wie Boule. Oder Boccia. Nur ganz anders. Man spielt in zwei Zweierteams und zwei Brettern, und wirft abwechselnd je vier Säckchen in seiner Teamfarbe quer über den Hof. Das ist lustig, weil einem ständig Kneipengäste in die Schusslinie geraten. Säckchen im Loch zählen 3 Punkte, Säckchen auf dem Brett zählen 1 Punkt. Wenn beide Spieler ihre Säckchen geworfen haben, zählt die Punktedifferenz, es wird wiederum geworfen, und gespielt wird bis 21 Punkte. Das kann sich bis zu 20 min hinziehen, außer der Leistungsunterschied zwischen den Teams ist extrem groß. Also ziemlich hirnrissig, aber weniger gefährlich als Darts in der gut gefüllten Kneipe an Karaoke-Tagen…
Ich bin zwar kein Naturtalent (ist ja auch kein richtiges Trinkspiel), aber zumindest war ich nicht so schlecht, dass es dolle peinlich gewesen wäre. War ein guter Abend, vielleicht abgesehen davon, dass Sallys Freundin am Ende von 4 Männern nach Hause getragen werden musste. Warum sind Betrunkene eigentlich so viel schwerer als Nüchterne?
Ach ja, Blogger hat meinen Softball-Post gefressen. Hab ihn zwar wiedergefunden, aber die Kommentare sind weg, sorry!
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