Regentag
Nachdem mich das leise Schnarchen meiner italienischen Mitbewohnerin Valentina sanft in den Schlaf gewiegt hatte, weckte mich kurze Zeit darauf eine ziemlich betrunkene Stephanie aus Australien, die ihrerseits nach einem erfolgreichen Pubcrawl tuerenschlagenderweise ins Bett wankte, und dann fuer so ein zierliches Maedel fuerchterlich laut zu schnarchen und im Schlaf zu reden anfing. Zeit fuer meine Ohrenstoepsel. Auf der anderen Seite fuehlte ich mich nun aber auch wohler, mich in meinem Etagenbett zu bewegen, denn in ihrem Zustand wuerde sie Schwankungen nicht bemerken.
Ashley, die vierte im Zimmer, zeigte sich bisher nicht besonders gespraechig - vermutlich, weil sie die einzige ist, die zum Arbeiten (Amnesty International Konferenz) nach SF gekommen ist, und ihren Schlaf brauchte.
Nach einem grossartigen Fruehstueck im Hostel schloss ich mich dann einer kleinen Tour durch SF an, mit Besichtigungen des Cable Car Museums, eine Glueckskeks-Fabrik, einer Fudge-Fabrik, letztere mit Kostproben, Telegraph Hill, Nob Hill, Chinatown, und schliesslich ging es mit der Strassenbahn zurueck zum Hostel. In SF haben sie Original-Strassenbahnwagen aus der ganzen Welt gesammelt, z. B. aus Mailand oder Melbourne, und lassen sie im normalen Betrieb laufen. Dann ist die Stop-Anzeige also auch mal italienisch.
Der Regen wurde leider nur kurz von Pieselschauern unterbrochen.