Die Post
Ich mag die amerikanische Post. An den unmöglichsten Orten gibt es kleine United States Postal Service Offices, das höchstgelegene übrigens auf dem Mount Washington in New Hampshire. Meistens sind die Postoffices in kleinen, niedlichen Postgebäuden, wie auch hier in Princeton:
Und in den kleinen, niedlichen Postoffices arbeiten kleine, niedliche Postbeamte. Jedenfalls sind sie äußerst hilfsbereit. Wer sich wundert, weil er/sie von mir schon einmal Post mit “Happy birthday” und “I love you”-Stempel bekommen hat: Das war das Werk des Postbeamten. Den hatte auch die Schlange hinter mir nicht gestört. Leider werde ich ihnen in Zukunft nicht mehr so häufig begegnen, da ich bei meinem letzten Besuch bei der Post darüber aufgeklärt wurde, wie ich die beschränkten Öffnungszeiten umgehen und nach der Arbeit oder mitten in der Nacht meine Karten, Briefe und Päckchen verschicken kann.
Das Postoffice ist nämlich rund um die Uhr zugänglich, nur kann mir außerhalb der “Öffnungszeiten” niemand sagen, wieviel Porto ich brauche. Außerdem ist der Ständer mit einigen Produkten wie z.B. den bunten Luftpolsterbriefumschlägen mit einer Plane zugehängt. Der nette Postbeamte erklärte mir aber, dass ich mir trotzdem alles nehmen könnte, was ich bräuchte. Hinten steht der Preis drauf, ich sollte mir einfach am Automaten eine Briefmarke mit dem entsprechenden Wert kaufen und diese dann unter dem Schalter-Fenster durchschieben. Ebenso den Durchschlag mit der Zollerklärung. Das Päckchen kann man am Automaten wiegen, in einer Liste, die dort bereitliegt, nachschlagen, wieviel Porto man braucht, Briefmarken ausdrucken, aufkleben, Päckchen einwerfen.
Und weil es so gemütlich ist, verbringt dort auch ab und an mal ein Obdachloser die Nacht - die Postler stört das nicht.
Und wenn man mir bei der Arbeit nicht meine Kaffeetasse geklaut hätte, würde ich behaupten, Princeton sei der sicherste Ort der Welt.