Wochenend, Sonnenschein


Wie ihr wisst, verläuft meine Standardarbeitswoche sehr angenehm. Meine Forschung ist Chemie (mehr dazu in einem anderen Post) und zum ersten Mal seit Jahren fühle ich mich kompetent auf meinem Gebiet, meinen Chef respektiere ich nicht nur als Wissenschaftler und Gruppenleiter, sondern schätze ihn auch als Mensch. Aber was noch besser ist als zu arbeiten, sind die WOCHENENDEN. Die sind nämlich durchaus großartig und das muss man dann auch mal groß schreiben.

Letztes Wochenende gab es am Freitag nach einem langen Arbeitstag erstmal ein zünftiges deutsches Abendbrot - allerdings draußen in Jens’ Garten. Seine Roomies waren mit von der Partie und später kam dann auch noch ein Nachbar dazu. Mein iPhone sorgte für musikalische Untermalung und eine Menge Wein für eine Menge Entspannung



Auch die Moskitos hattten ihren Spass. Wegen des grossen Erfolgs, wurde diese Aktion am naechsten Abend wiederholt, dabei aber um selbstgemachte Pizza gepimpt. Nick hatte um meine Expertise gebeten, da ich erwiesenermassen die beste Koechin im Haus und die anderen Jungs Laufen waren. Ich machte mich also an den Teig, waehrend Nick ploetzlich verschwunden war. Nachdem der anstrengende Part - Hefeteig kneten bei knapp 40 C - vorbei war, tauchte er dann aber wieder auf und machte sich an den Belag, eine australische Spezialitaet: Lachsfilet, Ziegenfrischkaese und Kapern - uebrigens eine Spitzenkombi! Da im Hause Matthews Kochen auch immer mit einer Zelebrierung des Essens, der Getraenke, der Koeche und der Niblis* einhergeht, kam die erste Pizza gegen 22 Uhr aus dem Ofen. Es wurde also wieder spaet, und am naechsten Tag blieben mir nur wenige Stunden fuers Labor, denn es ging ja noch an den Strand.

Der Strand am Sonntag war sehr sonnig, kaum windig und die Wellen recht aggressiv. Das war solange ein Riesenspass, bis es mir nicht mehr gelang, das Meer zu verlassen, da die Wellen mir auf den letzten Metern immer die Fuesse unterm Boden wegrissen, so dass ich sitzenderweise in der Brandung hin- und herrutschte. Dabei hatte ich zwei Probleme: Erstens war meine Bikinihose voll mit kleinen Steinchen, was mich etwa ein halbes Kilo schwerer machte und dazu auch noch ziemlich albern aussah. Und zweitens waren die Wellen so maechtig, dass mein Bikinioberteil nicht mehr sehr verlaesslich an seinem Platz hielt und ich mich langsam fragte, ob ich mich eigentlich gerade strafbar machte - man wird hier schon fuer weniger in Handschellen abgefuehrt. Letztlich gelang es mir dann aber doch, das Wasser zu verlassen - anders als einem uebergewichtigen Herrn, den zwei Lifeguards und eine weitere Person schieben mussten, weil er es alleine nicht schaffte.

Insgesamt also ein super Wochenende, das von einem Besuch beim Lieblingsmexikaner Jose Tejas mit frozen Margaritas abgeschlossen wurde. Und im Lab hab ich auch eine Menge geschafft.

Comments

Gibt es zu Deinen Bemühungen wieder aus dem Wasser zu kommen auch ein Video?Das stelle ich mir ungefähr so lustig vor wie folgendes: http://www.youtube.com/watch?v=F4Z3fnH4A-M#t=0m23s - der Erich